Beim Backen greifen wir oft zu fertigen Zutaten, ohne genau zu wissen, was darin enthalten ist. Mehl, Zucker, Backpulver oder fertige Mischungen – sie alle können Zusatzstoffe enthalten, die Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Doch welche Inhaltsstoffe verbergen sich hinter den kryptischen Bezeichnungen auf den Verpackungen? Und welche natürlichen Alternativen gibt es?
1. Backtriebmittel
Natriumhydrogencarbonat (E500, Backnatron): Ein unbedenklicher Klassiker, der in vielen Backpulvern steckt. In Kombination mit Säure (z. B. Zitronensaft oder Essig) entsteht Kohlendioxid, das den Teig lockert.
Diphosphate (E450): Oft in herkömmlichem Backpulver enthalten, können sie bei übermäßigem Verzehr den Calciumstoffwechsel beeinflussen und langfristig die Knochengesundheit beeinträchtigen.
Alternative: Weinstein-Backpulver – es enthält natürliche Säure (Weinstein) und verzichtet auf künstliche Phosphate. Eine weitere Möglichkeit ist das eigene Mischen von Backpulver mit Natron und Zitronensäure.
2. Verdickungsmittel und Stabilisatoren
Guarkernmehl (E412) & Johannisbrotkernmehl (E410): Häufig in glutenfreien Mehlen enthalten, um die Bindung zu verbessern. Diese natürlichen Verdickungsmittel gelten als unbedenklich und werden aus Samenpflanzen gewonnen.
Carrageen (E407): Wird in manchen Sahneprodukten verwendet, steht aber in Verdacht, Entzündungen im Körper zu fördern und Verdauungsbeschwerden zu verursachen.
Alternative: Flohsamenschalen oder Leinsamen als natürliche Bindemittel, die zusätzlich Ballaststoffe liefern und die Verdauung fördern.
3. Zucker und andere Süßungsmittel
Zucker wird oft pauschal als ungesund abgestempelt, doch er ist in Maßen kein Problem. Er liefert schnell verfügbare Energie und spielt eine wichtige Rolle bei der Textur und dem Geschmack von Backwaren. Kritischer sind stark verarbeitete Süßstoffe wie Invertzuckersirup & Glukose-Fruktose-Sirup, die in vielen Fertigbackwaren enthalten sind. Sie werden industriell hergestellt, sind besonders günstig und können bei übermäßigem Konsum das Risiko für Übergewicht und Stoffwechselstörungen erhöhen.
Alternative: Wer auf nährstoffreichere Alternativen setzen möchte, kann Kokosblütenzucker, Honig oder Dattelsüße verwenden. Diese enthalten zusätzlich Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen und haben oft einen niedrigeren glykämischen Index, wodurch der Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigt.
Xylit (Birkenzucker) – Vor- und Nachteile
Vorteile: Xylit hat eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker, jedoch rund 40 % weniger Kalorien und beeinflusst den Blutzuckerspiegel kaum. Zudem hemmt es das Wachstum von Kariesbakterien und wird daher oft in Zahnpflegeprodukten verwendet.
Nachteile: In größeren Mengen kann Xylit abführend wirken und zu Verdauungsbeschwerden führen. Zudem ist es hochgiftig für Hunde, weshalb Haushalte mit Haustieren besonders vorsichtig sein sollten.
4. Farb- und Konservierungsstoffe
E110 (Gelborange S) & E129 (Allurarot AC): Synthetische Farbstoffe, die in manchen bunten Backdekorationen vorkommen, können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen und stehen im Verdacht, das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) zu fördern.
Alternative: Natürliche Farbstoffe wie Rote-Bete-Pulver, Kurkuma, Matcha oder Blaubeerpulver bieten gesunde Alternativen ohne künstliche Zusätze.
Sorbinsäure (E200) & Benzoesäure (E210): Diese Konservierungsstoffe werden in manchen Backwaren eingesetzt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Sie können in hohen Mengen allergische Reaktionen auslösen und die Darmflora beeinträchtigen.
Alternative: Frische Backwaren selbst zubereiten und einfrieren, um auf künstliche Konservierungsstoffe zu verzichten.
5. Schadstoffe in Backutensilien
Nicht nur die Zutaten, sondern auch das Backzubehör kann Schadstoffe enthalten. Besonders problematisch sind:
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen): Diese Stoffe werden oft in antihaftbeschichteten Backformen und Backpapieren verwendet. Sie stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein und gesundheitliche Probleme zu verursachen.
BPA (Bisphenol A): In manchen Plastikbackutensilien enthalten, kann es in Lebensmittel übergehen und den Hormonhaushalt beeinflussen.
Alternative: Eine gesunde und sichere Alternative sind Backutensilien aus 100 % lebensmittelechtem Silikon, wie die von Backefix. Sie sind frei von Schadstoffen wie PFAS und BPA, langlebig und umweltfreundlich.
Fazit: Bewusst backen und gesunde Alternativen nutzen
Viele Zusatzstoffe in Backzutaten sind unbedenklich, einige sollten jedoch in Maßen konsumiert werden. Wer auf natürliche Alternativen setzt, kann nicht nur gesünder backen, sondern auch den Geschmack und die Qualität seiner Backwaren verbessern. Beim Einkauf lohnt es sich daher, die Zutatenliste genauer unter die Lupe zu nehmen und möglichst auf naturbelassene Produkte zu setzen. Ebenso ist es wichtig, beim Backzubehör auf schadstofffreie Alternativen zu achten.
Welche Erfahrungen hast du mit alternativen Backzutaten gemacht? Teile sie gerne mit uns in den Kommentaren!
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Zusatzstoffe in Backzutaten: Das solltest du vermeiden
Beim Backen greifen wir oft zu fertigen Zutaten, ohne genau zu wissen, was darin enthalten ist. Mehl, Zucker, Backpulver oder fertige Mischungen – sie alle können Zusatzstoffe enthalten, die Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Doch welche Inhaltsstoffe verbergen sich hinter den kryptischen Bezeichnungen auf den Verpackungen? Und welche natürlichen Alternativen gibt es?
1. Backtriebmittel
2. Verdickungsmittel und Stabilisatoren
3. Zucker und andere Süßungsmittel
Zucker wird oft pauschal als ungesund abgestempelt, doch er ist in Maßen kein Problem. Er liefert schnell verfügbare Energie und spielt eine wichtige Rolle bei der Textur und dem Geschmack von Backwaren. Kritischer sind stark verarbeitete Süßstoffe wie Invertzuckersirup & Glukose-Fruktose-Sirup, die in vielen Fertigbackwaren enthalten sind. Sie werden industriell hergestellt, sind besonders günstig und können bei übermäßigem Konsum das Risiko für Übergewicht und Stoffwechselstörungen erhöhen.
Xylit (Birkenzucker) – Vor- und Nachteile
4. Farb- und Konservierungsstoffe
5. Schadstoffe in Backutensilien
Nicht nur die Zutaten, sondern auch das Backzubehör kann Schadstoffe enthalten. Besonders problematisch sind:
Fazit: Bewusst backen und gesunde Alternativen nutzen
Viele Zusatzstoffe in Backzutaten sind unbedenklich, einige sollten jedoch in Maßen konsumiert werden. Wer auf natürliche Alternativen setzt, kann nicht nur gesünder backen, sondern auch den Geschmack und die Qualität seiner Backwaren verbessern. Beim Einkauf lohnt es sich daher, die Zutatenliste genauer unter die Lupe zu nehmen und möglichst auf naturbelassene Produkte zu setzen. Ebenso ist es wichtig, beim Backzubehör auf schadstofffreie Alternativen zu achten.
Welche Erfahrungen hast du mit alternativen Backzutaten gemacht? Teile sie gerne mit uns in den Kommentaren!
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